Öffentlicher Abendvortrag

Solidarität, Stärke, Würde – Unterstützung für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten

Dr. med. Monika Hauser

Ort: Hotel NH Collection Köln Mediapark

Einlass: 18.00 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr

Für angemeldete Teilnehmer/-innen werden 2 Fortbildungspunkte vergeben.

© Foto: Lena Böhm

Dr. Monika Hauser, Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale, beschäftigt sich mit dem Thema "Solidarität, Stärke, Würde – Unterstützung für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten". medica mondiale unterstützt von sexualisierter und anderer Gewalt betroffene Frauen darin, Gerechtigkeit und öffentliche Anerkennung zu erfahren und ihre Traumata zu überwinden. Ein weiteres Ziel ist die gleichberechtigte und gestalterische Teilhabe an Gesellschaft und Politik. Die Mitarbeiterinnen von medica mondiale handeln aus Solidarität, aus einer Haltung der Verbundenheit und Verantwortung, aus dem Willen, sich gemeinsam mit anderen für ein Leben in Würde stark zu machen – dies tun sie erfolgreich und nachhaltig seit 26 Jahren. Vergewaltigung und andere Formen sexualisierter Gewalt sind schwere Menschenrechts-Verletzungen, die die physische, psychische und soziale Integrität eines Menschen extrem und oft über viele Jahre hinweg beeinträchtigen. Diese zerstörerische Kraft wirkt sich auf die Integrität und Würde von Menschen aus, auch über Generationen hinweg.

In der Arbeit von medica mondiale spielt die Hilfe zur Selbsthilfe eine große Rolle, um langfristig und nachhaltig auf Veränderungen hinzuwirken und die Lebensverhältnisse der Frauen zu verbessern. Monika Hauser berichtet aus der aktuellen Arbeit sowohl in den Projekten als auch in der politischen Menschenrechtsarbeit, ganz im Sinne der Vision von medica mondiale: "Frauen und Mädchen leben in einer Welt ohne Gewalt, sie leben in Würde und Gerechtigkeit."

Kurzvita:

Dr. Monika Hauser, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von medica mondiale e.V. Köln

Jahrgang 1959, Fachärztin für Gynäkologie und Frauenrechtsaktivistin.

Ende 1992 erfährt Hauser über die Medien von den Massenvergewaltigungen an bosnischen Frauen während des Balkan-Krieges. Mitten im Kriegsgebiet eröffnet sie gemeinsam mit rund 20 einheimischen Fachfrauen im April 1993 das Frauentherapiezentrum Medica Zenica. In Köln entsteht der Verein medica mondiale. 

Das Engagement erweiterte sich 1999 auf den Kosovo und Albanien sowie 2001 auf Afghanistan und 2006 auf den Südosten Liberias. Aktuelle Schwerpunktregionen sind Westafrika, die Region "Große Seen" in der DR Kongo, der Balkan, Afghanistan und Nord-Irak. 

medica mondiale arbeitet interdisziplinär und innovativ: Traumatisierte Frauen erhalten ganzheitliche medizinische, psychosoziale und rechtliche Unterstützung. Parallel kämpft medica mondiale mit Menschrechts- und Aufklärungsarbeit weltweit gegen sexualisierte Kriegsgewalt.

Monika Hauser erhielt den "Right Livelihood Award" 2008 und weitere anerkennende Auszeichnungen wie den Staatspreis des Landes NRW 2012.

www.medicamondiale.org