Virtueller EMDRIA TAG 2021 | "Körper und EMDR"

Workshops | 11.45 – 13.00 Uhr

Workshop 1

Dr. med. Katharina Drexler

Ererbte Wunden heilen. Therapie der transgenerationalen Traumatisierung. Demonstration der Rückgabe-Übung

Abstract:

Unbewältigte Traumata können in gravierendem Ausmaß auf die Folgegeneration übertragen werden -bis hin zu Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Dies wissen wir spätestens seit Untersuchungen an Kindern und Enkeln Kriegstraumatisierter und Holocaustüberlebender.

Auf dem Boden traumatherapeutischer Konzepte und der Arbeit mit inneren Anteilen stellt die Referentin den von ihr entwickelten Ansatz zur Behandlung ererbter Wunden dar.

Meist ist es möglich, das traumatisierte Introjekt im Rollenspiel zu einer EMDR Sitzung einzuladen, wodurch die transgenerationale Traumatisierung unmittelbar geheilt werden kann.

Im Workshop wird der Schwerpunkt auf Kontraindikationen für diese unmittelbare Arbeit an der ererbten Wunde liegen. Die Referentin wird die Rückgabe-Übung live demonstrieren, die sie zur Behandlung entwickelt hat, wenn eine Verarbeitung mit EMDR nicht möglich ist.

Kurzvita:

  • Dr. med., Fachärztin für Psychiatrie und Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Ausbildungen in tiefenpsychologischer sowie psychoanalytisch-systemischer
    Psychotherapie und EMDR
  • Supervisorin für Traumatherapie (EMDRIA/ DeGPT)
  • Seit 2018 stellvertretende Vorsitzende von EMDRIA Deutschland e.V.
  • Nach oberärztlicher Tätigkeit seit 2000 in eigener Praxis niedergelassen.

Bücher:

  • 2017 "Ererbte Wunden heilen. Therapie der transgenerationalen Traumatisierung", Klett-Cotta, fünfte Auflage
  • 2020 "Ererbte Wunden erkennen. Wie Traumata unserer Eltern und Großeltern unser Leben prägen.", Klett-Cotta, zweite Auflage

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Workshop 2

Dipl. Soz. Katja Paternoga

EMDR in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Abstract: Wie läuft EMDR bei Kindern und Jugendlichen ab – welche Besonderheiten gibt es hier? Umso jünger Kinder sind, um so konkreter und körperlicher läuft der EMDR-Prozess: Es gibt weniger Kognitives, weniger Affektbrücken, kaum Metaphern. Insbesondere bei jüngeren und/oder vermeidenden Kindern können spielerisch-körperliche Elemente und Interventionen hilfreich sein. Neben einer Einordnung zu Evidenzbasierung und Studien soll es um praktische Tipps und Erfahrungen in der Arbeit gehen. Dies wird auch anhand eines Videobeispiels dargestellt.

Kurzvita:

  • Dipl. Soz. Päd. Katja Paternoga
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VT), EMDR Kinder- und Jugendtherapeutin und EMDR-Supervisorin KJ EMDRIA/Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT, Hypnotherapie, Therapie Dissoziativer Störungen (Huber, Nijenhuis) Verfahrensbeistand, Zentrum für Trauma und Dissoziation bei Kindern und Jugendlichen Brandenburg www.zetd-kids.de
  • Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (für Kinderschutzarbeit 2010)
  • Niedergelassen in Rathenow

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Workshop 3

Dr. med. Corinna Maier-Simon

Hauterkrankungen / Allergien und EMDR

Abstract: Über den Einsatz von EMDR bei Hauterkrankungen und Allergien ist bislang wenig bekannt und ebenso wenig an wissenschaftlichen Publikationen zu finden. Die Hautmedizin und Allergologie sind Gebiete, bei der es zahlreiche Überschneidungspunkte mit psychischen Leiden gibt. In diesem Workshop stellt die Referentin den aktuellen Stand des Wissens zusammen, ergänzt um persönliche Erfahrungen im Bereich Psychodermatologie und EMDR. Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich für dieses Themengebiet interessieren und Erfahrungen austauschen möchten.

Kurzvita: Dr. med. Corinna Maier-Simon ist Fachärztin für Dermatologie sowie Allergologin und fachspezifische Psychotherapeutin (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Traumatherapie, EMDR). Sie arbeitet an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Leipzig AöR mit den Schwerpunkten Psychodermatologie, konservative und operative Dermatologie, Allergologie sowie ästhetische Dermatologie und Lasermedizin.

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